NACHBEREITEN – WAS WAR?
VORBEREITEN – WAS SOLL KOMMEN?

Das Jahr neigt sich dem Ende. Ein weiterer Zyklus endet und natürlich beginnt damit auch ein neuer Zyklus.

Am 21. Dezember ist die Wintersonnenwende – die längste Nacht des Jahres. Alles hat sich in die Dunkelheit zurückgezogen, um aus der Dunkelheit heraus wieder geboren zu werden. Es ist die Mutternacht des neuen Zyklus, in der das Licht wieder geboren wird.

Es ist eine Zeit in der mache Tiere Winterschlaf halten, die Natur sich ebenso in einem schlafenden Modus befindet und für uns Menschen ist es die Zeit der Ruhe und der Innenschau, um uns dort selber zu begegnen. Der Winter und die Dunkelheit dienen uns zur Reflektion und dafür, die Weichen des Lebens neu zu stellen. Der Tag und die Helligkeit sind für die Aktion, die Nacht und die Dunkelheit sind der Raum der Einkehr, der Reflektion und des Nachdenkens. Alles hat seine Zeit und wir Menschen müssen wieder in diese natürlichen Rhythmen zurückfinden. Wir sind Naturwesen und auch wenn wir einfach das Licht anmachen können, wenn es dunkel ist, ist der Winter die Zeit des Besinnens.

Dieser Zeitpunkt der Wintersonnenwende trägt das allergrößte Potential in sich. Es ist der Nullpunkt, das Ende der Ausatmung, das leere Gefäß. Aber was soll hineingefüllt werden? Das muss erst einmal bewusst gemacht werden. Was war und was ist da? Wo stehe ich im Leben? Was gefällt mir? Was soll anders werden? Was könnte noch besser sein? Aber mit dem Bewusstsein alleine ist es noch nicht getan. Die Veränderung braucht nämlich einen Raum, in dem sie sich entfalten kann. Und diesen Raum müssen wir schaffen. Platz in unserem Leben, für das was anders werden soll.

Erst bereiten den Boden neu, setzen kleine Samen in die Erde, aus denen große Pflanze heranwachsen, die blühen werden und Früchte tragen, die wir dann ernten können und dann vergeht wieder alles und steht scheinbar still. Aber es ist nur wieder der Nullpunkt, das Ende der Ausatmung, das leere Gefäß.

Samsara (Sanskrit „beständiges Wandern“) ist die Bezeichnung für den immer währenden Zyklus des Seins, den Kreislauf von Werden und Vergehen oder den Kreislauf der Wiedergeburten.

Eine wichtige Erkenntnis, die ich in den letzten Jahren hatte ist diese: Alles hat seine Zeit. Und wenn die Zeit in der Natur dafür gekommen ist, ist es der beste Zeitpunkt genau das zu tun. Beginnt die Veränderung an der Wintersonnenwende, dann richten sich alle Energien auf das Wachstum. Beginnt man zur Sommersonnenwende, dann wird es mühselig. Im wahrsten Sinne des Wortes: Die Seele hat dann ihr Mühe. Rückverbindung in die natürlichen Zyklen macht uns das Leben um ein Vielfaches einfacher.

Also, was gibt es zu tun? Bis zum 21. Dezember sollten folgende Vorbereitungen getroffen werden:

1. AUSMISTEN

Alles was du nicht mehr brauchst – Loslassen, Gehen lassen!

Gegenstände, Kleider, auch Menschen, Einstellungen, Glaubenssätze, Gewohnheiten,… Alles, was nicht mehr in dein Leben passt – weg damit! Alles, was du schon viel zu lange mit dir rumschleifst – auch weg damit! Kläre alle Angelegenheiten, die du noch auf der Ablage liegen hast. Schmieß sie weg, wenn sie da schon länger als sechs Monate liegen. Glaube mir – alles was für dich und dein Wachstum wirklich wichtig ist, kommt wieder zu dir zurück!

2 AUFRÄUMEN UND PUTZEN

Mach deine Wohnung oder dein Haus ordentlich. Räume auf. Vielleicht sogar noch den Keller oder den Dachboden? Hol sie raus, die Leichen und entsorge sie. Bei mir war am Wochenende das Badezimmer dran, inklusive Schränke. Man fühlt sich danach einfach viel leichter. Putze und Schmücke alles genauso, dass du dich darin wohl fühlst. Beginne dein neues Jahr in Sauberkeit, Reinheit und mit Schönheit.

3. ALLES GELIEHENE ZURÜCKGEBEN UND VERLIEHENES ZURÜCKHOLEN

Laufe durch deine ganze Wohnung und schau nach Dingen, die dir nicht gehören und schicke dann alles an seine Eigentümer zurück. Überlege dir auch, wer hat noch Sachen von dir und dann hole sie zu dir zurück. Dadurch trennst du eine energetische Verbindung zu diesen Menschen. Es ist keine Schuldigkeit mehr zwischen euch und das macht frei. Ich habe diesen Punkt letztes Jahr zum erste Mal gemacht und mit erschrecken festgestellt, das ich ausgeliehene Bücher schon seit Jahren bei mir liegen hatte.

Zahle wenn möglich auch alle deine Rechnungen und Schulden. Auch dadurch löst du imaginäre Bänder, durch die du mit anderen Menschen verbunden bleibst.

4. RÜCKSCHAU – Jahresabschluss, Jahresrückblick, Jahresbilanz

Schließe dein Jahresbuch an. Reflekiere alles was war – was war gut, was war schlecht, was könnte besser werden,… Warum war das Jahr, genau so wie es war? Hast du dich selbst irgendwo eingeschränkt? Wo stehst du jetzt und wo willst du sein? Werde dir dessen bewusst, was du gerne anders hättest und dann – ganz wichtig! – entscheide dich für die Veränderung. Es nur zu wissen reicht nicht aus!

Aber auch Dankbarkeit hat hier ihren Platz. Wem möchtest du danken? Wer hat dich durch das Jahr begleitet? Diese Menschen darfst du ruhig mi einer kleinen Aufmerksamkeit bedenken. Eine Karte, eine kleine Aufmerksamkeit oder auch einfach nur mit einer Umarmung und einem ausgesprochenem Dankeschön.

5. TAGEBUCH ODER NOTIZBUCH

Schreibe über die Weihnachtszeit Tagebuch oder mach dir Notizen von den Tagesverläufen. (ch schreibe dazu im nächsten Artikel mehr.) Während der Rauhenächte gibt es zwei Tage an denen du die Möglichkeit hast, alles was nicht so gut lief aufzulösen. Aber es geht ja auch Innenschau. Das neue Jahr zeigt sich schon, wenn auch noch sehr subtil. Deshalb sei der Stille Zeuge, der Beobachter deiner Selbst und der Umwelt. In genau dieser Achtsamkeit lebe diese Tage und notiere alles, was du wahrgenommen hast oder dir vielleicht sogar ins Auge sticht. Positiv wie negativ.

6. KERZEN

Mach es dir oft mit warm und gemütlich. Vielleicht auch welche, die Duften und die Sinne ansprechen. Rein symbolisch eignen sich Kerzen sehr gut dafür, das Licht im Innen anzumachen. Sie sind wie das 6. Chakra, das Dritten Auge. Der Ort der Selbsterkenntnis dessen, wer oder was wir wirklich sind. Und außerdem: Denn wo ein Lichtlein brennt, da ist der liebe Gott anwesend.

7. RÄUCHERWERK

Wenn du gerne Räuchern möchtest, um das Informationsfeld deiner Umgebung energetisch zu Reinigen, dann kaufe dir alles was du zum Räuchern benötigst. Ein Gefäß, Sand, Räucherkohle und Räucherwerk. Es gibt mittlerweile sogar schon spezielle Rauhenächte-Mischungen zu kaufen. Während der Rauhenächte gibt es vier Tage an denen geräuchert wird.

Hier ist eine kleine Auswahl mit ihrer Wirkung:
* Salbei: hat eine stark feinstoffliche Reinigungskraft
* Kampfer: löscht alte Informationen im Haus
* Angelikawurzel: erhellt die Raumschwingung
* Weihrauch: bringt Segen, Erhöhung der Energie
* Wacholder: vertreibt alle negativen Einflüsse, Krankheitsgeister und Dämonen
* Myrrhe: desinfiziert, klärt und reinigt Räume, gibt Ruhe
* Myrte: sorgt für Reinheit und Klarheit, bringt Frieden
* Thymian: reinigt und stärkt die Energie der Räume
* Styrax: gibt Wärme und Geborgenheit, öffnet für die Liebe

8. ORAKEL

Ich liebe Orakeln. Viele Menschen halten das für Blödsinn, aber ich sehe das anders. Es ist die Sprache der 4. Existenzebene. In den Rauhenächten soll man täglich orakeln. Nimm dir dafür, was dir am liebsten ist: Tarot, Lenormand, Feenkarten, Engelkarten, I-Ging, Runen. Völlig egal. Du musst nur täglich ein Orakel ziehen.

9. RAUM DES RÜCKZUGS

Schaffe dir einen schönen Platz in deiner Wohnung und schmücke ihn mit Kerzen und Dingen, die dir wichtig sind. Das ist dann dein Platz der täglichen Meditation und Reflektion. Hier gehst du in die Stille und kommst zur Ruhe. Empfängst dein Wissen und deine Wahrheit für das neue Jahr.

10. NATUR UND TIERE

Du kannst auch einen schönen Platz an den Wurzeln eines Baumes herrichten, oder auf deinem Balkon oder Terasse, um die Natur mit Speisen zu ehren und Essen für Vögel und andere Tiere bereitzustellen. Verbinde dich dadurch auch mit der Natur und den Geschöpfen der Natur.

So. Das war es jetzt mit den Vorbereitungen. Beim nächsten Mal gehen wir ins Tun.