TRAUMATHERAPIE

Traumatherapie mit EMDR
EMDR ist eine Psychotherapeutische Methode zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS)
Auf den ersten Blick ist EMDR eine simple, aber äußerst effektive Methode zur nachträglichen Verarbeitung traumatischer Erfahrungen. EMDR bringt Erfolge in kurzer Zeit. Je nachdem wie schwerwiegend die Belastung ist und / oder wie lange sie schon zurück liegt und / oder ob es sogar eine Komplexe Belastungsstörung ist, benötigt eine EMDR Therapie unterschiedlich viele Sitzungen.
Du solltest wissen, dass EMDR mit Erinnerung, Desensibilisierung und Verarbeitung mittels Augenbewegung arbeitet. Das bedeutet, wir arbeiten mit dem Unterbewusstsein und bringen den Traumainhalt in das Bewusstsein, um ihn dann mit EMDR im Nervensystem zu verarbeiten. Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe.
EM(I)DR ist eine Erweiterung von EMDR
I- INTEGRATION
Vom Schatten ins Licht. Das ist mir wichtig. Am Ende soll nicht nur etwas weniger oder weg sein, sondern etwas schönes dazugekommen sein. Das Potential, das durch die Erfahrung ins Schattendasein abgedriftet war, soll sich wieder entfalten. Das kann eine fehlende innere Kraft, eine Gabe, ein Seelenanteil oder etwas anderes sein, von dem man durch die traumatische Erfahrung abgeschnitten war.
Offizielle Indikation für EMDR
• Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
• Angst- und Panikstörungen
• Depressionen
• chronischen Schmerzen, Phantomschmerzen
• Folgen von Bindungstraumatisierung
• Entwicklungs- und Verhaltensstörungen von Kindern
• Psycho-physische Erschöpfungssyndrome
• Auswirkungen belastender Lebenserfahrungen
• starke Trauer nach Verlusterlebnissen
• stoffgebundene Abhängigkeit, vor allem im Zusammenhang mit einer Traumafolgestörung
Voraussetzung für eine EMDR-/EM(I)DR-Therapie
Um diese Therapie durchführen zu können, benötigt es die Bereitschaft sich an eine belastende Erfahrung erinnern zu wollen. Das klingt für viele Betroffene nicht sehr angenehm und deshalb möchte ich die vielleicht aufkommende Angst bei der Vorstellung sich erinnern zu müssen nehmen.
Natürlich gibt es auch kritische Stimmen zu EMDR mit der Begründung, dass es zu Retraumatisierungen kommen kann. Das ist in zweierlei Hinsicht interessant.
1. Retraumatisierung eine Aktivierung des Traumaerlebens, weil man durch äußere Umstände an das Trauma erinnert wird. Erinnerung ist Teil der EMDR Technik und die Argumentation ist somit nachvollziehbar. Meiner Meinung nach geschieht das nur, wenn der Therapeut nicht feinfühlig gegenüber seinem Patienten ist und sich starr an das Ablaufschema hält. Als Therapeutin spüre ich sehr genau, wie es meinem Patienten in jedem Moment der Sitzung geht. Und wenn ich das Gefühl habe ein noch erträgliches Maß der Intensität ist erreicht, dann gehe ich nicht weiter, sondern arbeite in Etappen durch die Belastung hindurch. Und die Sitzung endet erst, wenn ein positiveres Grundgefühl wie vor der Sitzung erreicht ist.
2. Das Trauma ist im Unterbewusstsein sehr facettenreich abgespeichert. Noch so kleinste Details sind tief eingeprägt. Es braucht nicht viel um ein Trauma zu reaktivieren. Wenn im Trauma die Farbe Orange eine prägnante Rolle spielt, wird die Erinnerung jedes Mal ausgelöst, wenn man etwas Orangenes sieht. Je mehr Details sich gleichzeitig im Umfeld zeigen, umso intensiver die Traumareaktion. Der Alltag bringt die Erinnerung von ganz alleine und das führt zum tief sitzenden, latenten inneren Dauerstress.
Das Abwägen für EMDR kann also auch die Entscheidung zwischen täglicher Erinnerung und kein Ende in Sicht oder die bewusst gewählte Erinnerung und am Ende ankommen sein.
Psychosomatische Energetik ist vielleicht eine gute Alternative oder Ergänzung
Da die Folge von Trauma immer auch innere Konflikte und innerer Mangel sind, kann alternativ auch die Psychosomatischer Energetik in Erwägung gezogen werden. Das ist vor allem dann zu empfehlen, wenn Ängste gegenüber EMDR vorhanden sind. Angst ist immer ein schlechtes Fundament und wirkt stark hemmend.
Kosten der Traumatherapie
Die Kosten ergeben sich aus der Dauer der Sitzung und der Anzahl der Sitzungen.
Eine Sitzung dauert meistens zwischen 1,5 - 2 Stunden.
Mein Honorar ist 80,00 € pro Stunde.
Die Kosten für Heilbehandlungen können unter Umständen von privaten Krankenversicherungen und Heilpraktiker-Zusatzversicherungen übernommen werden. Welche Leistungen im Tarif beinhaltet sind, muss bei der Krankenkasse erfragt werden.